Mini-Pause in Chiayi

Gastbeitrag von M.F. jun.

Das wurde jetzt auch mal Zeit: wir sind schon so lange unterwegs und endlich lassen mich die 2 Großen mal zu Wort kommen. Nachdem ich jetzt die letzten 2 Tage so viel herum geschleppt wurde (zugegebenerweise ist das schon sehr bequem) war für heute mal ein entspannter Reisetag angesagt – so hieß es zumindest… Weil die 2 Großen sich ja unbedingt wieder und wieder was von diesem grünen, heißen Wasser nachschenken haben lassen müssen, waren wir spät dran. Wir starten von unserem Teehaus und die beiden rennen fast die steile Straße runter. Ich sehe die Teefelder von gestern, ein paar Bäume, den blauen Himmel, Felsen und manchmal blendet mich die Sonne kurz. Außerdem ist es warm. Immerhin haben die beiden mir vorhin den warmen Wollbody ausgezogen und gegen was dünneres getauscht. Meine Sonnenmütze ist natürlich nicht da, aber die sei ‚in Chiayi geblieben, weils kalt hätte sein sollen‘. Zum Glück hat mein Buggy ja so ein schönes Dach, auf das kann ich mich verlassen. Sie haben es geschafft und wir sind rechtzeitig vor dem Bus da. In so einem Bus sind wir schon vom Berg gefahren und es ist noch viel Platz. Meine Mama sucht Plätze aus und schon sitze ich auf ihrem Schoß. Ich mag meinen Buggy aber Papa hat gesagt, dass sie mich rausnehmen soll und hat den Buggy dann klein gemacht. Ohne mich zu fragen! So geht das schon die ganze Zeit! Meistens wissen sie allerdings was ich möchte und der Platz auf dem Schoß am Fenster ist auch ok. Da kann ich so schön die anderen Autos anschauen, die den Berg hochfahren. Ich spiele noch etwas mit der vorderen Lehne und muss dann aber eingeschlafen sein, weil wir auf einmal schon wieder in einer Stadt sind. Draußen auf der Straße höre ich auch wieder die ganzen Roller, die oft stinken. Ich werde in der Stadt in meinem Buggy geschoben, weil die 2 Großen ganz voll beladen sind. Das hindert sie allerdings nicht, in ein kleines Restaurant zu gehen, um gebratenen Reis zu essen. Natürlich ist das wieder nichts für mich und stattdessen versuchen sie mich mit Essen aus einem Glas abzulenken. Das hat eine lustige orangene Farbe aber schmeckt nur ok. Ich habe einen riesen Spaß daran, den Papa voll zu beschäftigen. Deshalb muss er mit seinem Essen warten bis Mama ihrs aufgegessen hat, damit ich auf ihren Schoß kann. Ich will schließlich mit am Tisch sitzen und nicht im Buggy den Tisch von unten ansehen müssen.

Kirschblüte! Sakura!

Später fahren wir wieder Bus zu einem Park und schon wieder das gleiche. Die beiden holen sich was zu essen und ich muss wieder zuschauen! Diesmal finde ich das allerdings ok, weil ich erstmal den Park entdecken muss. Als ich mich von der Decke rolle und auf dem trockenen Gras lande, piekst das ganz schön. Warum setzt man sich freiwillig auf so einen Boden? Aber ich bin ja nett und teile meine große Decke mit ihnen. Ich freue mich richtig, dass ich bald wieder im Buggy liege, weil ich so müde geworden bin. Es interessiert mich auch nur wenig wo wir hinfahren, weil es doch eh nur wieder Essen gibt, das nichts für mich ist. Zumindest schlafe ich in der Sonne schnell ein. Es ist so schön warm hier.

Busfahren – für 0,25€ pro Trip – da wird man faul 😉
Nächstes Mal!
Ein japanisches Dorf (Hinoki-Dorf) in der Stadt. Fanden wir wenig spannend und ist komplett touristisch
Das Museum zur Alishan-Bahn
Der Abschnitt der Alishan-Bahn in der Stadt

Abends nehmen sie mich in der Trage mit. Ich ahne, dass es wieder auf einen Nachtmarkt geht und mache erstmal die Augen zu. Sollen sie mal machen und vielleicht bekomme ich ja später etwas ab. Wobei ich bei den ganzen frittierten Sachen echt schlechte Karten habe. Dafür durfte ich vorhin im Park an Guave lutschen. Das war schön, aber Orange finde ich besser. Und auf dem Nachtmarkt war vielleicht abends was los. Da haben andere Kinder zu Musik Schlagzeug gespielt und es haben richtig viele Leute zugeschaut – viel mehr als bei der Karaoke-Schlagersängerin. Aber das war so laut, dass ich froh war als wir wieder im Zimmer waren, auch wenn mir die Musik gut gefallen.

Nachtmarkt in der Wenfgu-Straße
Diese Kreuzungsart gibt’s öfters im Land zu sehen. Auch immer mit den Zeitintervallen, oft bei Schulen bspw.
Ein Klassiker!
Crispy Stinky Tofu – da muss man sich langsam rantasten. In der Regel gibt es dazu nur zwei Lager.
Brauner Klebreis mit Adzuki-Bohnen
Milky Sticks: wird hier auch zum Frühstück gegessen
Frühlingszwiebel-Pfannkuchen mit gemahlenen Senfkörnern. Sehr lecker!
Sesambällchen mit Erdnuss- und Adzukibohnenfüllung
Sweet potato balls
kleine Schlagzeugerin Nr. 1
Kleiner Schlagzeuger Nr. 2 – gut was los

One Reply to “Mini-Pause in Chiayi”

  1. Bei eurem Blog muss ich immer aufpassen, dass ich nicht auf mein Handy sabber 🤤 und hinterher plündere ich den Kühlschrank 🤓
    Aber auch sonst tolle Impressionen! Es macht Spaß mit euch zu reisen.

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