Ankunft in Taipeh

Die nächsten 2,5 Wochen werden wir Taiwan erkunden. Das ist unser erster großer Urlaub zu dritt und wir freuen uns auf den Mix aus japanischer und chinesischer Kultur, aus Stadt und Natur sowie aus Küste und hohen Bergen. Und es ist der erste große Urlaub seit unserem Interrail vor 10 Jahren bei dem wir nicht mit den Rädern unterwegs sind (Ohje…. Wir müssen also alles zu Fuß gehen? Und werden wir genug Hunger haben, um uns durchs Land zu futtern?) Wie immer haben wir nur einen groben Plan für den Urlaub aber noch keine endgültige Reiseroute. Ein bisschen Abenteuer muss sein.

Fremd und doch vertraut erscheint uns die Stadt, als wir nach dem langen Flug und ziemlich müde mit der Metro ankommen.

Aber zunächst von vorne: Unser Flug geht am Donnerstagmorgen und diesmal sind wir ohne Fahrräder mit kleinen Taschen sondern mit zwei großen Rucksäcken und einem Kinderbuggy zu dritt unterwegs. Außerdem haben wir noch zwei Tagesrucksäcke dabei , weil Spielzeug und Wechselsachen natürlich auch ins Handgepäck sollen. Auf unserem ersten Flug, wir flogen mit Umstieg in Abu Dhabi, konnten wir uns entspannt zurück lehnen und sogar einen Film schauen, während der jüngste aus der Familie im Bassinet vor uns an der Wand seine Zeit genoss. Der zweite Flug wurde jedoch für uns drei anstrengender, weil Micha und ich vom früh aufstehen müde waren und Max war einfach wieder müde und konnte vor dem Start nicht einschlafen. Die 40 min Verspätung beim Starten haben das leider verstärkt, sodass wir um 9.30 Uhr Ortszeit in Taipeh nach fast 24 h Stunden unterwegs sein alle drei ziemlich platt waren. Trotzdem ließen wir uns am Flughafen viel Zeit, weil unser Hotelzimmer erst ab 15 Uhr frei war.

Auf der Fahrt in die Stadt konnten wir die Urwälder Taiwans erahnen. Bergiges dicht bewachsenes Land und dazwischen eine Hochbahn, auf der wir unterwegs waren. Diese Kombination kannten wir schon aus Japan und waren deshalb nicht überrascht, als wir Golf-Abschlagsplätze sehen konnten. Außerdem lernten wir auf der Fahrt das erste Mal die Baby-Vernarrtheit der Taiwanesen kennen. Eine sehr nette Frau spielte mit Max und unterhielt ihn, weil er viel zu aufgeregt war, um schlafen zu können. Das ging natürlich unabhängig von der Sprache.

Sehen wir etwa müde aus? Wir haben nach der Ankunft im Hotel die nächsten Konbinis besucht und Mittagessen im Park gegessen.

Nach einem ausgiebigen späten Mittagsschlaf gingen wir fürs Abendessen zu einem der Nachtmärkte der Stadt. Die Nachtmärkte bestehen aus vielen kleinen mobilen Straßenlokalen und bieten alles an. Essen, Lebensmittel, Kleidung und bestimmt noch mehr. Wir waren auf einem kleinen Nachtmarkt in unserem Stadtteil, der an und um einen Tempel ist.

Frittiertes am Spieß nach Wahl: Es gibt Fleisch, Fisch, Gemüse und Tofu. Man sucht sich aus was man möchte und gibt das zum frittieren. Wir hatten Pilze und marinierten Tofu am Stück und frittierte Tofu-Haut. War sehr lecker!
Unser zweiter Gang: ein Omelett mit Kohl, das auf einem dünnen Teigblatt (wie die von Frühlingsrollen) gebacken und am Ende gefaltet wird. Auch sehr gut!
Wartezeit auf den dritten Gang: dünn ausgerollter Teig, der mit viel Frühlingszwiebeln gefaltet, zu einem Donut geformt wird und danach frittiert wird. Ein leckerer Abschluss. Für den Nachtisch waren wir nämlich leider zu spät dran. Um 21.30 Uhr haben die Stände zugemacht.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird sich dieser Reiseblog wieder in einen Foodblog verwandeln 😉

So leer sind die Straßen scheinbar nur nachts und in den Seitenstraßen.
Tagsüber sind wahnsinnig viele Leute auf Rollern unterwegs. An den Straßenseiten stehen die Roller sowohl links als auch rechts dicht aneinander. Auf den Rollern sehen wir überwiegend Einzelpersonen, allerdings haben wir auch schon viele Kinder mit drauf gesehen. Ein Nachteil der 2-Takter ist, dass die Stadt bei dem diesigem Wetter, das wir hatten, entsprechend stark nach Abgasen riecht.
Ein Laden nur mit Rollerhelmen

Bisher konnten wir uns mit Michas Chinesisch-Kenntnissen und etwas Englisch verständigen. Und wir können noch etwas aus dem Japan-Urlaub und dem dann gelernten Japanisch profitieren, weil es einige gleiche Schriftzeichen gibt. Die werden hier zwar anders ausgesprochen, haben aber glücklicherweise die gleiche Bedeutung.

Soviel zu Tag 1; morgen fangen wir an, uns die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

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